Propolis ist das Kittharz der Bienen. Sie sammeln dafür Harze an Knospen und anderen harzenden Stellen von Pflanzen, tragen sie in den Stock und verarbeiten sie dort weiter. Mit dieser klebrigen Masse verschließen sie kleine Ritzen und befestigen Teile ihres Baus. Wer eine Beute öffnet, merkt schnell, wie fest die Bienen damit arbeiten können.

Wie entsteht Propolis?

Zu den Harzquellen gehören unter anderem Pappeln, Birken, Weiden und verschiedene Nadelbäume. Die Bienen lösen kleine Harzstücke ab und transportieren sie an ihren Hinterbeinen. Im Bienenstock wird das Material weiterbearbeitet und mit Wachs und weiteren Bestandteilen vermischt.

Harz an einem Baum als mögliche Rohstoffquelle für Propolis
Harzende Stellen an Bäumen gehören zu den Rohstoffquellen der Bienen.

Welche Pflanzen in der Umgebung wachsen und wann die Bienen sammeln, beeinflusst die Zusammensetzung. Propolis hat deshalb keine überall gleiche Rezeptur. Auch Farbe und Geruch unterscheiden sich: Das Harz kann gelblich, rötlich oder dunkelbraun sein und riecht meist deutlich harzig.

Wofür brauchen Bienen ihr Kittharz?

Die Bienen dichten damit schmale Spalten ab, glätten Unebenheiten und verkleinern Öffnungen. Propolis gehört außerdem zur Hygiene im Bienenstock. Bei der Arbeit an den Völkern finden wir es etwa an den Kontaktstellen zwischen Rähmchen und Beute.

Warmes Propolis ist weich und klebrig. In der Kälte wird es spröde. Diese Eigenschaft macht man sich bei der Gewinnung zunutze: Spezielle Propolisgitter werden nach dem Befüllen gekühlt, damit sich das Harz leichter herauslösen lässt.

Rohpropolis, Tinktur und alkoholfreie Tropfen

Rohpropolis ist das noch nicht zu einem Auszug verarbeitete Bienenharz. Es enthält neben Harzen auch Wachs und weitere natürliche Bestandteile. Für flüssige Zubereitungen werden daraus lösliche Stoffe herausgezogen; ungelöste Teile werden anschließend entfernt.

Was ist eine Propolis-Tinktur?

Eine Tinktur ist ein alkoholischer Auszug. Für unsere Tinkturen setzen wir Rohpropolis mit 80-prozentigem Trinkalkohol in Pharmaqualität an. Diese Prozentangabe beschreibt den verwendeten Alkohol beim Ansetzen. Über mehrere Wochen bis Monate schütteln wir die Ansätze regelmäßig und filtern sie vor dem Abfüllen fein.

Unsere Tinktur führen wir in 20 ml, 50 ml und 100 ml mit Tropfverschluss. Daneben gibt es eine 100-ml-Flasche mit Pipette. Es sind drei Füllmengen und zwei Verschlussarten.

Was unterscheidet alkoholfreie Propolis-Tropfen?

Bei alkoholfreien Produkten kommt eine andere Grundlage zum Einsatz. Unsere alkoholfreien Propolis-Tropfen enthalten Honig, Wasser und Honigessig. Sie unterscheiden sich damit in der Rezeptur von der alkoholischen Tinktur. Die konkrete Zusammensetzung ist beim Vergleich wichtiger als die Bezeichnung „Tropfen“ allein.

Propolis wird auch in kosmetischen Produkten verarbeitet. Ein Nagelserum oder eine Creme hat dabei einen anderen Verwendungszweck als ein Rohstoff oder eine Tinktur. Maßgeblich sind immer die Kennzeichnung und die Hinweise zum jeweiligen Produkt.

Was ist bei Propolis zu beachten?

Propolis kann allergische Reaktionen auslösen, auch bei äußerlicher Anwendung. Das Bundesinstitut für Risikobewertung beschreibt dieses Risiko ausdrücklich. Bei einer bekannten Unverträglichkeit gegen Propolis sollte es nicht verwendet werden.

Die Aufgaben des Harzes im Bienenstock sind kein Beleg dafür, dass eine bestimmte Propolis-Zubereitung Krankheiten beim Menschen behandelt. Aus allgemeinen Untersuchungen einzelner Inhaltsstoffe lässt sich auch keine Dosierung für unsere Produkte ableiten. Bitte beachten Sie die jeweiligen Anwendungshinweise und lassen Sie gesundheitliche Beschwerden medizinisch abklären.

Propolis aus unserer Honigmeisterei

Wir begleiten das Ansetzen und Filtern unserer Tinkturen selbst. Die Unterschiede zwischen Füllmenge, Verschluss und alkoholfreier Rezeptur haben wir bei unseren Propolis Tropfen und Propolis Tinkturen zusammengestellt. Dort finden Sie die passenden Produktseiten mit den jeweiligen Angaben.

Quellen und weitere Informationen

Zur Herkunft und Gewinnung: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau: Propolis. Zum Allergierisiko: Bundesinstitut für Risikobewertung: Einschätzung von Propolis und Gelée Royale, Stellungnahme 002/2009. Die Angaben zu unseren Produkten beruhen auf den jeweiligen Produktinformationen der Honigmeisterei. Redaktionell geprüft am 17. Oktober 2026.

Fragen zur Einnahme und Haltbarkeit unserer Tinktur beantworten wir im Ratgeber Propolis Tropfen einnehmen.