Honig

Was macht einen guten Honig aus? Zwar machen die Bienen die Hauptarbeit, aber auch als Imker hat man mehrere Möglichkeiten auf die Qualität des Honigs Einfluss zu nehmen. Das sind im Wesentlichen:

Die Lage: ähnlich wie das Terroire beim Wein, ist auch der Honig unmittelbar mit seiner Umgebung verbunden und Abbild der örtlichen Pflanzenwelt. Durch unsere Standorte in den Hochlagen des Schwarzwalds erhalten wir im Frühjahr bis Frühsommer einen Blütenhonig aus Obstblüten und Wildblüten mit großen Anteilen von Löwenzahn. Einen reinen Sortenhonig erhalten wir in dieser Zeit in der Regel nicht, da durch fehlende intensive Landwirtschaft keine Monokulturen wie bspw. Raps vorkommen. Bedingt durch den unterschiedlichen Jahresverlauf variiert dann auch jedes Jahr unser Blütenhonig geschmacklich etwas.

Die Betriebsweise: wir imkern in Dadant-Betriebsweise mit angepasstem Brutraum – d.h. der Honigraum ist von diesem getrennt. Geerntet wird somit nur der Honig im unbebrüteten Honigraum, der Honig kommt also nur mit dem reinen Wachs in Berührung.

Ernte und Verarbeitung: die deutsche Honigverordnung gibt bereits strenge Richtlinien vor, die in anderen Ländern als besonders beworben werden: grundsätzlich wird Honig immer kalt geschleudert und auch danach niemals über 40 Grad erwärmt um wichtige Inhaltsstoffe nicht zu schädigen. Der Honig durchläuft nach der Schleuderung 2-3 Siebe, diese halten kleine Wachspartikel zurück, nicht aber die Pollen, die andernorts als Bestandteil von “Rohhonig” extra angepriesen werden.

Blütenhonig

Unser Honig stammt aus den Bergregionen des Schwarzwalds. Bienen haben hier die perfekten Voraussetzungen, um ein hochwertiges und nachhaltiges Produkt zu erzeugen. Sie beziehen ihren Nektar von Obst- und Wildbäumen (wie bspw. Ahorn und Linde). Optisch betrachtet ist unser Bergblütenhonig eher hell und bringt ein kräftiges Aroma mit. Je nach Ernte und Geschmacksrichtung bieten wir unseren Blütenhonig auch in cremig gerührter Form an.

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Waldhonig

Waldhonig ist eine besondere Form unter den Honigsorten. Bienen beziehen ihren Nektar nicht nur aus Blüten. Sie sammeln auch den Nektar aus den Ausscheidungen von Kleininsekten und Blattläusen. Diese Insekten und Blattläuse hinterlassen auf Blättern den sogenannten Honigtau. Diesen Honigtau sammeln Bienen vorwiegend in Fichten- und Tannenwäldern.

Bergwaldhonig hat einen sehr würzig aromatischen Geschmack und eine
dunkelbraune Farbe. Die Besonderheit unseres Waldhonigs liegt an den großen Nadelwaldbeständen im Schwarzwald. Waldhonig hat üblicherweise auch einen Anteil an Blütenhonig, oft sind das Himmbeeren und Brombeeren, die etwa zur selben Zeit blühen. Reiner Tannenhonig wird als besonderer und seltener Waldhonig angesehen, da er nur aus Tannen gewonnen werden kann. Oft verschwimmen aber die Grenzen etwas zwischen Wald- und Tannenhonig und nicht analysierter Honig mit hohem Tannenanteil wird vorsichtshalber “nur” als Waldhonig deklariert um keine Falschaussage zu treffen.

Mit Honig Heuschnupfen bekämpfen

Honig schmeckt nicht nur gut, er ist auch gut für den menschlichen Körper und fördert die Gesundheit. Wieso sollte er gegen Heuschnupfen helfen? Im Honig sind Pollen enthalten, die beim Konsum automatisch mit verzehrt werden. Das hilft dem Körper sich an Pollen zu gewöhnen und lässt Symptome nach und nach schwinden.

Honigprodukte aus dem Supermarkt helfen hier nicht. Denn industrielle Produkte enthalten häufig kaum bis keine Pollen mehr, bis sie beim Kunden ankommen. Ein anderer Grund hierfür ist, dass der Honig aus Regionen kommt, die von anderen Pflanzen besiedelt werden. Demnach bringt es uns nichts, uns gegen “fremde” Pflanzen zu desensibilisieren.